Yoga kennt kein Alter sagt man, das ist auch richtig so, denn oft wird das „normale“ Yoga im Seniorenyoga leicht abgewandelt.
Die erste Phase des Alterungsprozesses beginnt ab 50 Jahren, ab hier können die ersten körperlichen Probleme auftreten. Der nächste große Schritt ist ab 67 Jahren, ab hier werden die Einschränkungen deutlich größer und auch mehr.
Es gibt keine Faustregel ab wann Seniorenyoga praktiziert werden kann.
Oft werden in den Yogaschulen oder von den Yogalehrern spezielle Kurse angeboten, wie:
„Yoga ab 50“, „Yoga ab 60“, „Yoga ab 70“ oder auch „50plus“.
Grob unterscheidet man drei Arten von Seniorenyoga:
- Senioren die fit und aktiv sind
- Senioren die leichte körperliche Einschränkungen haben
- Senioren die starke körperliche Einschränkungen haben
Erstere können im Prinzip am „normalen“ Yogaunterricht teilnehmen, jedoch fühlen sich Senioren ab einem gewissen Alter unter Ihresgleichen einfach wohler.
Sind körperliche Einschränkungen vorhanden, wie z.B. Rheuma, Probleme mit Rücken oder Gelenken, so sind die Yogalehrer entsprechend weiter ausgebildet um Unterstützung und Hilfestellung bei den einzelnen Übungen zu geben und auch wissen, was sie den einzelnen Senioren zumuten können, bzw. wie weit sie aktiv mitmachen können.
Yoga ist bekannt dafür dass es sehr gut für Herz und Kreislauf ist und auch den Bluthochdruck mindert. Oft treten diese körperlichen Probleme erst im höheren Alter auf. So ist das Seniorenyoga eine wirkungsvolle Unterstützung für ein gutes und gesundes Körpergefühl.
Seniorenyoga beginnt sanft und wird nach und nach gesteigert und im Laufe der Übungen werden Flexibilität, Atemvolumen und Muskelkraft freigesetzt.
Der Schwerpunkt im Seniorenyoga liegt auf Wahrnehmung, Entspannung, die richtige Atmung und Meditation.
Die im Alter nachlassenden Körperfunktionen, wie Gelenke, Muskeln, sowie Konzentration und Gedächtnis u.ä. sind nicht mehr so vital und müssen durch das Yoga entlastet und ausgeglichen werden.
Durch das Seniorenyoga erlangt man körperliche und seelische Entspannung und fühlt sich wieder voll im Leben. Denn als Senior muss das Leben nicht gleich vorbei sein und man sitzt nur zu Hause.
Beim Seniorenyoga werden spezielle Programm durchgeführt, wie viel und wie aktiv diese praktiziert werden können, ist von jedem Einzelnen aufgrund der evtl. Einschränkungen abhängig.
- Asana (Körperhaltungen)
Leichte und rückenschonende Übungen aus dem Hatha-Yoga
- Yoga Nidra (Entspannungstechniken)
Wirkungsvoll bei Verspannungen und psychosomatischen Beschwerden
- Atem- und Konzentration
Durch ruhiges Atmen wird eine innere Ruhe erlangt, die das seelisch-geistige Gleichgewicht in Einklang bringt.
- Meditationsübungen
Seniorenyoga sollte in einer Gruppe und von einem erfahrenen Yogalehrer unterrichtet werden, da aufgrund der Probleme von Körperfunktionen schnell falsche Bewegungen ins Negative übergehen können. Der Yogalehrer muß entscheiden, was der einzelne Teilnehmer machen und schaffen kann.