Wie häufig übt man Yoga?

Wie häufig übt man Yoga?

Beitragvon Shiguri am Mo 7. Sep 2009, 10:57

Die Frage danach, wie man Yoga richtig übt, stellt sich immer wieder. Während es Yogis gibt, die ihrer Yogapraxis täglich und teilweise über Stunden nachkommen, gibt es auf der anderen Seite Menschen, bei denen nur einmal in der Woche für ein paar Minuten geübt wird. Was davon der bessere oder richtige Weg ist, soll im Folgenden geklärt werden.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Es gibt keinen einen richtigen Weg, der vorschreibt, wie man Yoga perfekt übt. Je nach Yogaform gibt es zwar Anleitungen und Ratschläge, die man beachten kann. Im Yoga ist es aber so, das man selber bestimmt, wie häufig und wann geübt wird. Und so wird auch ein Yogalehrer nicht etwa als jemand gesehen, der sagt, was man zu machen hat, sondern als jemand, der seine Schüler daran erinnert, warum überhaupt Yoga geübt wird, was der Sinn darin ist und was es für jeden einzelnen Yogaschüler bedeutet, Yoga zu machen.

Im Grunde genommen kann man die wertvollen Geschenke, die Yoga uns gibt auch dann schon erfahren, wenn man nur ein- oder zweimal in der Woche übt. Wichtig ist vor allem die Regelmäßigkeit. Es ist viel besser, wenn zweimal die Woche für eine halbe Stunde geübt wird, als wenn man eine Woche jeden Tag Yoga übt und die nächsten Wochen gar nicht.
Um die wunderbaren Auswirkungen des Yoga besonders gut nutzen zu können, empfiehlt es sich jedoch häufig, am besten täglich zu üben und nach Möglichkeit ganzheitlich. Das bedeutet also, das man sowohl die Atemübungen, als auch die Asanas und die Meditation durchführt und im Alltag darauf achtet, sich die Verhaltensweisen, die im Yoga propagiert werden, anzueignen. Das heißt beispielsweise auf die Ernährung zu achten, keine Verschwendung zu betreiben und andere Lebewesen zu respektieren.
Je regelmäßiger und häufiger man Yoga übt und je ganzheitlicher die Lebensführung ist, desto wirksamer ist es auch.
Wer täglich übt, sollte aber darauf achten, dass nicht geübt wird, wenn man sich nicht wohl fühlt, wenn man zu erschöpft oder krank ist. Auch sollte man einen Tag in der Woche haben, an dem gar nicht geübt wird, damit sich Körper und Geist in dieser Zeit wieder regenerieren können.

In den meisten Fällen ist es ohnehin so, dass jemand, der einmal mit Yoga begonnen hat, bald häufiger, meist täglich, übt und seine Lebensweise sich von ganz allein zu ändern beginnt. 
Aber auch, wenn das nicht der Fall sein sollte, braucht man nicht besorgt zu sein. Oft ist es so, dass der Alltag es nicht zulässt, das man sich täglich eine Stunde Zeit für Yoga nimmt. Schafft man es dann jedoch, dass zumindest zweimal die Woche intensiv geübt wird, dann wird sich auch das alltägliche Leben mehr entspannen. Man wird gelassener werden, Prioritäten vielleicht anders setzen. Und wenn man es wirklich schafft, dass regelmäßig Yoga geübt wird und das über einen längeren Zeitraum, dann wird man trotz mehr Ruhe und Gelassenheit allmählich ein größeres Pensum an Freizeit haben, als zuvor. Diese frei Zeit wird man für Vieles nutzen können und wollen, aber in jedem Fall wird man wieder einen Teil davon in Yoga investieren.
Es spricht, wie erwähnt, nichts dagegen, wenn man Yoga nur selten, aber regelmäßig übt. Aber es ist fast unmöglich, da sich selbst im vollsten Terminkalender Zeiträume für die Yogapraxis finden lassen.
Und wenn man ehrlich zu sich selbst ist, wird man bald auch feststellen, dass es grade an den Tagen, an denen man denkt man hätte nicht einmal fünf Minuten Zeit für Yoga, besonders wichtig ist, das man übt. Hört man dann auf seine innere Stimme und übt tatsächlich Yoga, statt sich anderen immens wichtigen Dingen zu widmen, dann fällt vielleicht bald auf, dass das Meiste gar nicht so immens wichtig ist. Und dann wird man anfangen, sein Leben ganz allmählich anders zu strukturieren. Und das Wissen darum, das man selbst bestimmt, wie das eigene Leben aussieht, wird mit jedem Mal, das man Yoga übt, stärker sein.

Es gibt also keine festen Regeln, wie oft geübt werden muss. Wie viel Yoga in das eigene Leben passt, bestimmt jeder selbst. Aber einschränken lässt es sich, wenn man einmal damit angefangen hat, dass man Yoga übt, nur schwer.
Shiguri
 
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