Yoga ABC

Yoga ABC

Neuer Beitragvon Laura Rost am Mi 3. Jun 2009, 20:25

Asana
Asanas (Sanskrit: „der Sitz“) sind Körperübungen im Yoga. Sie kräftigen und dehnen den Körper und zielen auf eine Harmonisierung von Körper und Geist. Asanas sind eine Stufe des insgesamt siebenstufigen Systems des Hatha-Yoga. Zu den weiteren Stufen zählen u.a. Atemübungen und Meditation.

Bhakti-Yoga
Eine Yoga-Form, die als Weg der liebenden Hingabe an Gott bezeichnet wird. Ziel ist die absolute Hingabe an Gott und der Liebe zu allem Sein, sowie das Ausschalten negativer Gefühle und das Verhaften an weltlichen Gütern. Dies geschieht durch die Wiederholung von Mantren und göttlicher Namen sowie durch Rituale und Gesänge.

Chakra
Chakren (Sanskrit: Rad, Kreis) sind Energiezentren des Menschen. Meist ist von sieben dieser Energiepunkte die Rede, die sich entlang der Wirbelsäule des Körpers befinden und durch einen Energiekanal verbunden sind, durch den die Energie aufsteigen kann. Durch bestimmte Übungen im Yoga können diese Punkte stimuliert werden.

Hatha -Yoga
Hatha-Yoga ist die im Westen am weitesten verbreitete Yoga-Form. Zu Hatha-Yoga gehört die ethische Einstellung und geistige Schulung ebenso wie Asanas, Meditationstechniken und Atemübungen.

Karma Yoga
Karma (Sankrit: Wirken, Tat) bezeichnet ein spirituelles Konzept, nach dem jede Handlung und Gedanke unweigerlich eine Folge hat. Da die Hinduisten und andere Religionen an das System der Wiedergeburt glauben, kann sich die Wirkung auch in einem der nächsten Leben manifestieren. Beim Karma Yoga werden die täglichen Handlungen als selbstloser Dienst an Gott ohne Verlangen von Resultaten ausgeführt.

Kriyas
Ein wichtiger Aspekt im Yoga sind Reinigungstechniken wie Nasen-, Augen-, Magen-, Darmreinigung. Durch eine Reinigung des Körpers kann die Energie frei und ohne Blockaden fließen. Kriyas werden auch im Westen an einigen Yogaschulen unterrichtet.

Kundalini-Yoga
Im Zentrum dieser Yogaform steht die Erweckung der Energie des Kundalini. Das Symbol für Kundalini ist eine zusammengerollte Schlange (Sanskrit: kundala „gerollt, gewunden“), die sich im untersten Chakra an der Basis der Wirbelsäule befindet. Diese Kraft, die jedem Menschen innewohnt, kann bei vollständiger Erweckung zur Erleuchtung führen.

Mantra
Formeln, die rezitativ oder im Geiste vorgesagt werden, um dem Meditierenden zu helfen bestimmte Geisteszustände zu erreichen, ihn in einen Zustand höherer Schwingung und spiritueller Energie zu versetzen. Sie werden in ihrer Ursprungssprache Sanskrit belassen.

Meditation
Bei der spirituellen Technik der Meditation soll die Konzentration auf den gegenwärtigen Augenblick gelenkt werden und Gedanken, Empfindungen und Gefühle werden dabei ausgeschaltet. Während Hinduisten und Yogis mit dem Ziel der Erleuchtung meditieren, wird Meditation im Westen häufig als Entspannungstechnik und zum Stressabbau angewandt.

Nadis
Nadis sind die Leitbahnen, durch die die Energie (Prana) im menschlichen Körper fließt. Viele Praktiken im Yoga regen die Energieleitbahnen an. Von den ca. 70.000 Nadis, die im Yoga bekannt sind, sind einige wenige besonders wichtig.

Om
Wird im Yoga-Unterricht oft zu Beginn und am Ende der Stunde gesungen. Om ist eine Silbe, die für Hinduisten heilig ist, da aus den Vibrationen ihres Klanges das gesamte Universum entstanden ist. Eigentlich besteht Om aus den drei Buchstaben A-U-M.

Prana
Prana (Sanskrit: Lebensatem, Lebenshauch) ist im Hinduismus die universelle Lebensenergie. Im Yoga wird mit dem Atem gearbeitet, um Zugang zur Lebensenergie zu haben. Prana zirkuliert im Körper durch ein System von Kanälen (Nadis). In den heiligen Schriften der Upanishaden wird Atem und Lebensenergie gleichgesetzt: Der Atem ist Leben und das Leben ist Atem. Denn solange der Atem in diesem Körper weilt, solange weilt auch das Leben.

Pranayama
Pranayama sind Atemübungen bzw. techniken, die dazu dienen einerseits den Atem zu beruhigen und damit auch den Körper zur Ruhe kommen zu lassen, andererseits auch Energie zu tanken. Der Atem gilt im Yoga als die Lebenskraft, daher kommt ihm in allen Übungen und Yogaformen eine zentrale Rolle zu und der Yogi beherrscht den Atem (Prana) als ein Werkzeug. Atemübungen können reinigende, energieerweckende, kühlende und harmonisierende Wirkungen haben. Der Atem reinigt auch die Nadis (Energiekanäle) und Chakras (Energiezentren).

Raja Yoga
Raja Yoga ist einer der vier klassischen Yogawege. Raja heisst könglich und wurde als einer der vier klassischen Yogawege in der Patanyali Sutra beschrieben. Raja Yoga wird als Weg den Geist zu kontrollieren definiert. Raja Yoga ist auch unter den Bezeichnungen Ashtanga Yoga bekannt.

Shavasana
Shavasana (gesprochen Schawasana) leitet meist die Yogastunde ein oder schliesst sie ab. Dabei handelt es sich um eine Entspannungstechnik, bei der die Muskeln loslassen können und Stress abgebaut wird. Der Übende liegt mit geschlossenen Augen auf dem Rücken, Arme und Beine werden in einem 45 Grad Winkel vom Körper gehalten.

Sutra
Ein Sutra (Sankrit: Faden, Leitfaden) in den hinduistischen Schriften bezeichnet eine kurze Regel. Als Yogasutra werden die klassischen Schriften des indischen Autors Patanjali bezeichnet.

Tantra
Eine eigene philosophische Strömung des Hinduismus, die als eine Reformbewegung auf die strengen vedischen Vorschriften entstand. Anders als die meisten anderen Religionen sieht der Tantrismus im Genuss und leiblichen Begierden kein Hindernis in der Spiritualität, sondern den Weg dorthin. Auch wird davon ausgegangen dass die beiden Pole männlich und weiblich durch ihre Wechselwirkung das Universum bilden. Durch die Verehrung der göttlichen Mutter, räumt er der Frau eine Vormachtstellung ein.

Veda, Mehrzahl Veden
Veda bedeutet im Sanskrit Wissen. Die Veden sind die ältesten heiligen Schriften der Inder.
Die Veden, von denen die ältesten ca. 1200 bis 900 v. Chr. entstanden, beinhalten das vollständige Wissen über die Gesetze der Natur und des Lebens. Deshalb sind sie auch heute noch für viele Menschen eine reiche Quelle und Inspiration. Praktische Anwendung finden die Veden heute im Yoga, Meditation, Ayurveda, Architektur und Astrologie.

Yoga
Yoga ist eine indische philosophische Lehre. Die Wurzel yuj bedeutet im Sanskrit verbinden, vereinigen. Gemeint ist die Vereinigung des individuellen Bewusstseins mit dem Göttlichen oder auch die Verbindung von Körper und Seele zur Sammlung und Konzentration. Zur Verwirklichung dieses Ziels haben die unterschiedlichen Yoga-Richtungen eine Vielzahl von geistigen und körperlichen Übungen entwickelt.
Laura Rost
 
Beiträge: 11
Registriert: Mi 13. Mai 2009, 20:59

Zurück zu Tipps für Yogakurse, -veranstaltungen und -unterricht



cron